Über uns

 

Zweiundwanzig Jahre Leinpfad Verlag (1997 – 2019)

Hätte ich mir das vor 22 Jahren vorstellen können: 251 Bücher, fast eine halbe Million verkaufte Exemplare, schwarze Zahlen und gute Aussichten? Nein, niemals! Damals konnte ich ja auch nicht ahnen, wie sich die Branche einmal entwickeln würde. Heute weiß ich: Allein das Überleben ist ein Triumph!

Begonnen hat alles 1997 mit Carlo von Erlanger. Ich stieß auf die beiden Berichte, die der Ingelheimer Ornithologe um 1900 über seine Expeditionen nach Tunesien und Äthiopien geschrieben hatte, war begeistert und gab sie unter dem Titel „Wie ein Blick in die Lande eines schöneren Edens“ heraus. Es war nicht nur das erste Buch des Leinpfad Verlages, es war leider auch der erste Flop, denn die Auflage war viel zu hoch.

Weiter ging es dann mit Fotobänden über die 50er Jahre, bzw. mit historischen Fotobänden und mit einem Farbfotoband über Ingelheim.

Unsere Bücher lassen sich unter dem Oberbegriff „Regionalia“ zusammenfassen. Die Palette reicht von regionalen Kochbüchern (Mosel-Tapas oder Schwäbische Tapas – doch, doch, die gibt’s! – heißen die jüngsten Renner) über Wander- und Ausflugsführer, Kinderbücher, etwas Belletristik, Mundartbücher (zum Beispiel von Hildegard Bachmann, Ulrike Neradt), über „Kulturanthropologisches“ (zum Beispiel zur Mainzer Fastnacht oder zu spezifisch Rheinhessischem), (Auto-) Biografien bis zu den geliebten Regionalkrimis.

Andreas Wagner ist unser erfolgreichster Autor. Die Gesamtauflage seiner Bücher beträgt ca. 100.000 Exemplare. Von dreien seiner Krimis hatten wir die Taschenbuch- und E-Book-Rechte an den Piper-Verlag verkauft, jetzt liegen sie wieder bei uns.

Unser erstes E-Book wurde auch ein Wagner-Krimi: Schlachtfest, erschien im September 2012. Seitdem sind weitere Krimis auch als E-Book erschienen.

Gelobt wird an unseren Büchern die schöne Aufmachung: individuell entworfene Einbände, häufig farbiges Vorsatzpapier, schöne Formate, liebevolle Gestaltung. Außerdem bearbeiten wir den Inhalt sehr sorgfältig – wir lektorieren aufmerksam! Und: Wir machen eine sehr erfolgreiche PR und viel Marketing für unsere Bücher, nicht zuletzt durch unsere Lesungen.

Viel Erfolg haben wir mit unseren zwei Lesereihen, Am 7ten um 7. Der Leinpfad Verlag im Kloster Engelthal (ab Januar 2020 mit dem elften Programm und kaum glaublichen 40 BesucherInnen im Schnitt) und unserer Lesereihe in Alzey, Der Leinpfad Verlag zu Gast im Weinhotel Kaisergarten inzwischen auch im siebten Winter. Das Ins-Leben-Rufen und Aufrechterhalten so einer Lesereihe darf man sich nicht zu einfach vorstellen … Der Lohn? Wir bewerben und verkaufen damit unsere Backlist-Titel, haben dankbare AutorInnen und der Bekanntheitsgrad des Verlags steigt ständig.

Was tun wir noch? Wir sind wir sehr rege im Web 2.0 unterwegs: Wir twittern, posten in Facebook, haben eigene Seiten für unsere Krimis, für Andreas Wagners wichtigen Helden Paul Kendzierski und für einzelne Bücher: Neues aus meinem Garten. Tipps und Tricks und über 100 Rezepte (von Anne Rahn), sowie für die Krimi-Abtholiogien, versenden Newsletter und und und – kurz: Nutzen überhaupt das Online-Marketing gerne und oft.

2010 erhielt der Leinpfad Verlag den Unternehmenspreis des Landkreises Mainz-Bingen in der Kategorie Kultur (zur Begründung s. u.). Und im Oktober 2013 wurde ich in der Kategorie ‘Persönlichkeit [mit ansteckendem Marketing]’ nicht nur für den Virenschleuderpreis nominiert, sondern kam sogar auf die Shortlist – sehr aufregend.

Und schon zwei Mal sind der Leinpfad Verlag und sein Marketing Thema einer Hausarbeit im Studiengang Buchwissenschaften an der JGU Mainz gewesen.

Besonders gefreut hat mich 2018, dass ich für die ‘Goldene Auguste’ nominiert wurde; das ist der wichtigste Preis des Frauennetzwerks ‘Mörderische Schwestern’. Hier die Begründung:

Sie ist nicht nur Mörderische Schwester, sondern sie hat vielen von uns eine erste Chance gegeben und tut das auch weiterhin.
Ja, sie verlegt auch Männer und Regio-Literatur und nicht nur Krimi, aber ich kenne viele unter uns, die bei ihr ein allererstes offenes Ohr – und eine Veröffentlichung fanden.
Außerdem tut sie alles in ihrer Macht stehende, dass jede eine erste Lesung nicht nur bekommt, sondern auch, dass sie gelingt und die Autorin weiterbringt und bekannter macht.

Ja, allein die Nominierung war wunderbar – danke, Fenna Williams! Und: Völlig überraschend bin ich bei der Abstimmung sogar auf den zweiten Platz gekommen!

Ansonsten gilt weiterhin, was Jens Frederiksen in seinem Verlagsporträt in der AZ vom 21.9.2013 schrieb: “[Das Unternehmen] wird immer noch von einer beneidenswerten Aufbruchstimmung getragen.”

 

(Aus der Begründung der Kreisverwaltung für die Vergabe des Kultutrpreises, 18.6.2010) 
Der 1997 gegründete Leinpfad Verlag hat sich vor allem mit Regionalliteratur, Kurzgeschichtensammlungen und Sachbüchern mit landeskundlichen Themen einen Namen gemacht. Inzwischen hat sich das Unternehmen zum führenden regionalen Verlag entwickelt. Durch das Buchangebot und die Buchvorstellungen fördert und stärkt der Verlag die kulturelle Identität der Region. Die regionale Ausrichtung nutzt der Verlag regelmäßig für die Mitarbeit bei Projekten wie „Rheinhessen liest“, „Mörderisches Rheinhessen“ und engagiert sich in der Netzwerkarbeit der Regionalgruppe der Vinissima (Frauen und Wein) sowie bei den Bücherfrauen. Die Präsentation des Literaturangebotes auf kleinen und großen Buchmessen ist für den Verlag ebenso selbstverständlich wie der Stand auf der Unternehmerinnenmesse des Landkreises oder dem Ober-Hilbersheimer Weihnachtsmarkt. „Der kleine Verlag mit dem großen regionalen Programm hat es in den 13 Jahren seines Bestehens geschafft, sich eine solide Position am heimischen Buchmarkt zu erobern. Durch das Angebot und die sehr gute PR-Arbeit trägt der Verlag sehr zur Förderung der regionalen Identität sowie zur überregionalen Bekanntheit und Bewerbung Rheinhessens bei“, begründet Landrat Schick die Preisvergabe in der Kategorie „Kultur“.