Gastbeitrag: Jörg Völker von KrimiKiosk schreibt über Regionalkrimis

Jörg Völker

Jörg Völker von KrimiKiosk

Ich habe schon sehr früh mit dem Lesen begonnen, und dies sehr bald auch genossen. Es gehört bei mir heute zum festen Tagesprogramm, zumindest vor dem zu Bett gehen ca. 1 Stunde zu lesen (oder einem Hörbuch zu lauschen).
So etwa mit dreizehn, vierzehn Jahren stieß ich bei einem Antiquar auf Edgar-Wallace-Krimis aus dem Wilhelm Goldmann Verlag.  Ich war begeistert!
Später verlagerte sich mein Interesse auf skandinavische Kriminalromane, insbesondere die sozialkritische Reihe von Maj Sjöwall und Per Wahlöö, die ich komplett erwarb. An deutschen Autoren kamen z. B. Hansjörg Martin und Irene Rodrian dazu.

Erst in den letzten Jahren erschloss sich mir der Markt der Regionalkrimis, zeitgleich zu ihrer großen Verbreitung auf dem Markt der Neu-Erscheinungen. Ich lese sie gerne zu meiner Unterhaltung und Entspannung, wenn sie meinen Geschmack treffen.

Der Regionalkrimi ersetzt mir oftmals die erneute Reise hin zu deutschen Zielen und Regionen, in denen ich mich wohlgefühlt habe, da ich gesundheitlich leider eingeschränkt bin in meinen (Reise-)Möglichkeiten. Ich folge insoweit dem Rat meines Hausarztes, der einmal gesagt hat : „Wenn Sie nicht mehr hinaus in die Welt können, holen Sie sich die Welt nach Hause!“

Ich schätze Bücher, in denen die Landschaft so beschrieben wird, dass sich der Leser  fühlt, als wäre er an Ort und Stelle. Menschen und ihre Sprache, ihre Dialekte sollten der Realität entsprechen. Auch typische Bräuche, Ess- und Trinkgewohnheiten sind nicht zu vernachlässigen. Zur Schilderung all dieser Details benötigt der Verfasser einen flüssigen Schreibstil. Er muss es verstehen, eine gute Geschichte zu erzählen, in unserem Fall also eine spannende Kriminalgeschichte zu finden, die zu dieser Gegend und ihren Einwohnern passt.

Der Spannungsbogen sollte bis zum Ende durchgehalten sein.
Täter, Opfer und Ermittler sollten ihr Bestes geben. Ermittlungsschwierigkeiten und -pannen würzen das Geschehen, ebenso wie eine ordentliche Prise Humor!
Dies vorausgeschickt könnte mich ein solcher Roman so packen, dass ich „in der Geschichte lebe“ und nicht mehr aufhören kann zu lesen!

Angesichts meiner Vorlieben bin ich ziemlich oft fündig geworden bei den zahlreichen Veröffentlichungen der letzten Jahre. Die Palette der Orte reicht von Kiel bis Garmisch-Partenkirchen, von der Eifel bis nach Wismar. Ich freue mich sehr über diese Vielfalt!

Soweit in Kürze meine Gedanken zur Qualität eines Regionalkrimis!

Jörg Völker

http://krimikiosk.blogspot.de/

 

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